Abstimmungen vom 27. September 2026
Am 27. September 2026 stimmt die Schweiz über zwei eidgenössische Vorlagen ab: Die Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» und die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Dieses Dossier liefert Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialien zu den Vorlagen.
Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)»
Die Neutralitätsinitiative verlangt eine strengere, in der Verfassung explizit festgeschriebene Neutralitätspraxis: Die Neutralität der Schweiz soll «immerwährend und bewaffnet» sein. Die Schweiz dürfte künftig keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis mehr beitreten oder mit einem solchen zusammenarbeiten – ausser im Fall eines Angriffs auf die Schweiz selbst. Zudem dürfte sie sich nicht mehr an Sanktionen gegen kriegführende Staaten beteiligen, ausgenommen Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats. Lanciert wurde die Initiative von der Organisation «Pro Schweiz» und SVP-Exponenten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine; sie kam im April 2024 zustande.
Das Wichtigste in Kürze
Die Haltung des Bundesrats
Die Befürworter
Von den im Parlament vertretenen Fraktionen unterstützt die SVP die Initiative.
Die Kampagne der Befürworter
Die Gegner
Ein überparteiliches Komitee aus SP, FDP, Die Mitte, Grünen und GLP lehnt die Initiative ab.
Die Kampagne der Gegner
Erklärvideo von easyvote
Materialien für den Unterricht
Pro & Kontra, Parteiprognose, Argumente unter der Lupe, Votenow-App und mehr (Materialien ab 31.08.2026 verfügbar).
Unterrichtsmaterialien für die Sek I und Sek II mit digitalen Aufgaben (ab Ende August).
Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung (Ernährungsinitiative)»
Die Ernährungsinitiative verlangt, dass der Bund einen Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Lebensmitteln von mindestens 70 Prozent anstrebt (heute rund 46 Prozent). Erreicht werden soll dies durch eine stärker auf pflanzliche statt tierische Produkte ausgerichtete Land- und Ernährungswirtschaft, den Schutz von Trinkwasser, Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität. Die Ziele sollen innerhalb von zehn Jahren nach einer Annahme erreicht werden. Lanciert wurde die Initiative vom Verein «Sauberes Wasser für alle».
Das Wichtigste in Kürze
Die Haltung des Bundesrats
Die Initiantin
Die Ernährungsinitiative wurde ohne Unterstützung einer Partei lanciert. Initiantin ist Franziska Herren mit dem Verein «Sauberes Wasser für alle», der bereits 2021 hinter der an der Urne abgelehnten Trinkwasserinitiative stand.
Die Kampagne der Befürworter
Die Gegner
Von den Bundeshausfraktionen haben SP, FDP, Die Mitte, GLP und die SVP die Nein-Parole gefasst oder beantragt, die Grünen haben Stimmfreigabe beschlossen.
Die Kampagne der Gegner
Erklärvideo von easyvote
Materialien für den Unterricht
Pro & Kontra, Parteiprognose, Argumente unter der Lupe, Votenow-App und mehr (Materialien ab 31.08.2026 verfügbar).
Unterrichtsmaterialien für die Sek I und Sek II mit digitalen Aufgaben (ab Ende August verfügbar).
Allgmeine Tipps zur politischen Bildung
Die App votenow

Mit der App votenow können sich Schülerinnen und Schüler selbstständig ein Bild von Abstimmungen und Wahlen machen. Mithilfe von Videoclips und -texten informieren sie sich über die Abstimmungsthemen und finden anhand von Fragen heraus, ob sie für oder gegen eine Vorlage sind.
Unser Dossier zu politischer Bildung
Beschreibung
Unser Dossier bündelt Portale, Materialien und Erklärvideos, mit denen Schulklassen der Mittel- und Oberstufe das politische System der Schweiz kennenlernen.
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