Cybermobbing - hat das etwas mit mir zu tun?- zebis.digital
Die Unterrichtseinheit „Cybermobbing - hat das etwas mit mir zu tun?“ war ursprünglich auf mint-erleben.lu.ch verfügbar. Seit 2026 ist die E-Learning-Einheit auf zebis.digital zugänglich.
Damit profitieren Lehrpersonen von den erweiterten digitalen Funktionen der Plattform. Sie kann direkt im Unterricht eingesetzt und von den Lernenden bearbeitet werden.
Hintergrundinformationen
Cybermobbing & Sexting & Grooming
Cybermobbing oder auch Cyberbullying, Internetmobbing und E-Mobbing: Diese Begriffe bedeuten alle dasselbe, nämlich Mobbing im virtuellen Raum. Man versteht darunter das absichtliche Schikanieren und Beleidigen innerhalb der digitalen Medien, und zwar über einen längeren Zeitraum. Dabei spielen Messenger-Dienste wie WhatsApp eine Rolle, aber auch Chatforen und Facebook-Einträge werden von den Tätern, dem «Mob», genutzt, um das Opfer zu beleidigen, zu bedrohen, zu erpressen oder um extremen psychischen Druck auszuüben. Meistens sind die Täter dem Opfer bekannt. Man kennt sich etwa aus der Schule, einem Verein oder wohnt im selben Quartier.
Jugendliche sind sich oft nicht im Klaren darüber, was der Unterschied zwischen Spass und Beleidigung ist. Der Spass hört dann auf, wenn sich jemand beleidigt, bedrängt, belästigt fühlt. Denn dann handelt es sich auch um gezielte Handlungen, die das Opfer regelrecht fertigmachen sollen.
Im Vergleich zum klassischen Mobbing ist es einfacher für die Cyber-Mobber, anonym zu bleiben. Die Hemmschwelle sinkt zusätzlich, weil die Täter/innen dem Opfer nicht persönlich gegenüberstehen und somit keine unmittelbare Reaktion zu erwarten haben.
Folgen von Cybermobbing können in erster Linie der Verlust von Selbstvertrauen, gefolgt von Angstzuständen bis hin zu Depressionen und Suizid(-gedanken) sein. Sind Kränkungen und Beleidigungen einmal im den virtuellen Raum, dann sind sie schwer zu löschen. Weil die Nachrichten immer wieder gelesen werden können, verstärkt sich das Leiden der Opfer noch, weil sie die Taten schlecht oder gar nicht verarbeiten oder vergessen können.
Das Wort Sexting ist eine Kombination aus den Begriffen «sex» und «texting». Bei Sexting handelt es sich um den digitalen Austausch von persönlichen, intimen und eindeutig sexuell konnotierten Fotos oder Videos. Das selbst aufgenommene erotische Foto oder Video nennt man «Sext». Sexting geschieht entweder aus Eigeninitiative oder nach Aufforderung. Missbräuchliches Sexting kann bis zum Cybermobbing führen. An Sexting sind in der Regel drei Personen oder Gruppen beteiligt:
- Sender*in: Das ist die Person, die das Bild oder Video von sich aufnimmt und versendet. Oftmals findet Sexting auch unter sozialem Druck statt.
- Empfänger*in: Das ist jemand, den man mehr oder weniger gut kennt, also die Partnerin, der Partner, Freunde oder ein Flirt.
- Weiterleiter*in: Hier läuft Sexting nicht wie geplant. Die Empfängerin oder der Empfänger leitet das Bild oder Video ungefragt weiter. Somit nimmt die Empfängerin oder der Empfänger die Positionen 2 und 3 ein. Die anderen Weiterleiter/innen können schnell zu einer unüberschaubaren Anzahl von Personen werden, die das Foto oder Video liken, teilen und kommentieren. Dies kann fatale Auswirkungen für die Senderin/den Sender haben.
Grooming beschreibt die Handlung von erwachsenen Straftäter*innen, die das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen auszunutzen und sie auf verschiedene Weise sexuell missbrauchen. Grooming kann auf Online-Plattformen oder in direkter Umgebung passieren. Der/die Straftäter*in baut dabei eine Beziehung zu einem Kind oder einem Jugendlichen auf und manchmal auch mit der Familie des Kindes, um Vertrauen zu gewinnen. Dieser Beziehungsaufbau wird benutzt, um Macht über das Kind oder den Jugendlichen zu gewinnen. Grooming kann in wenigen Minuten passieren, über ein Gespräch oder über einen längeren Zeitraum, in manchen Fällen können das auch Jahre sein.
Es gibt dabei zwei Wege, wie ein Missbrauch in Erscheinung tritt.
- Online Missbrauch: Kinder oder Jugendliche werden über Online-Plattformen überredet oder gezwungen, sexuelle Handlungen vorzunehmen und den Täter über Chats, Videos oder Fotos teilhaben zu lassen.
- Ein direktes Treffen: Der/die erwachsene Straftäter*in versucht, sich direkt mit den Kindern oder Jugendlichen zu treffen.
Beim Grooming versuchen die erwachsenen Straftäter*innen dem Kind oder Jugendlichen das Gefühl zu geben, dass alles in Ordnung ist und es normal sei, was mit ihnen geschieht. Einige erwachsene Straftäter*innen versuchen, Kinder oder Jugendliche in eine materielle Abhängigkeit zu bringen, zum Beispiel in Form von Geld (Darlehen) oder Geschenken.
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